Aus Peters Bilderbuch

Meine Autos von 1978 bis heute

Übersicht
1978 - 79 : Opel Kadett B Limousine
1979 - 81 : Opel Kadett B Coupé-F
1981 - 88 : Opel Ascona 16 A Voyage
1986 - 87 : Opel Ascona 16 A Limousine
1988 - 90 : Opel Senator A1 2.5E
1990 - 97 : Chrysler Saratoga 3.0 LE
1997 - 97 : Opel Kadett E 1.8
1997 - 99 : Chrysler Saratoga 3.0 LE
1999 - ?? : BMW 525i / 24V Automatik

1986 : Intermezzo mit dem AMC Gremlin

Und was kommt dann ?

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1978 - 1979
Opel Kadett B Limousine, 1100 ccm, 45 PS, 125 km/h

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Kadett #1

Archivbild Opel Kadett B
Dieses ist jedoch die 4-türige Version


Das war mein erstes Auto. Leider habe ich kein brauchbares Bild mehr davon - lediglich ein oder zwei Dias, aber in der kurzen Zeit ist es mir nicht mehr gelungen, davon einen vernünftigen Scan hinzubekommen. Daher habe ich dieses Archivbild verwendet.
Mein Wagen war eine beige zweitürige Limousine, Baujahr September 1966, also schon mit der Schraubenfeder-Hinterachse und den vergrößerten Rückleuchten. Er hatte den 1100 ccm Motor mit 45 PS und das alte Getriebe mit dem langen Schalthebel ohne den klassischen Ring um den Knauf, der bei allen späteren Opel hochzuziehen war, wenn man in den Rückwärtsgang schalten wollte.
Das Kennzeichen meines Wagens was DT-LP 25 und ich habe ihn schon im Februar 1978 gekauft, obwohl ich doch erst im September den Führerschein gemacht habe. Nun, die Gelegenheit war günstig, der Wagen war billig und ich hatte genug Zeit, noch ein paar 'Verbesserungen' daran durchzuführen, z.B. Rallystreifen aufzumalen, ein Funkgerät und ein Radio mit zwei Stereolautsprechern zu installieren.

Das Ende des Wagens kam, als ich auf nasser, verschmutzter Straße mit abgefahrenen Reifen eine Kurve mit zu viel Tempo nehmen wollte ... Ausrutscher, Ritt in die Botanik, etwas hartes im Weg ... danach war der Rahmen verzogen und eine Reparatur aussichtslos. Ich habe den Motor und verschiedene Teile ausgebaut und den Rest verschrottet.

Der Motor war schon ein altes Eisen aus der '65er Produktionsserie, was schon vier Karossen überlebt hatte - die Motornummer war 11-0123495 - er spielt beim nächsten Auto nochmal eine Rolle ...


1979 - 1981
Opel Kadett B-LS Coupé-F, 1100 ccm, 50 PS, 135 km/h

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Kadett #2

Opel Kadett B-LS Coupé F (Baujahr '69)
Aufgenommen bei einer längeren Tour 1980


Mein zweiter Kadett. Nun aber als Coupé. Was das -F- in der Bezeichnung soll, weiß der liebe Himmel, vielleicht Fastback, weil es auch noch eine etwas kantige Ausführung gab.
Dieser Wagen war kupferbraun-metallic - sehr elegant, aus erster Hand von einem Rentner gekauft. Topgepflegt. Nur war der alte Herr nicht sonderlich weit damit gefahren, großartig raus aus der Stadt ist der Wagen wohl nie gewesen. Das habe ich sofort gemerkt, als ich die ersten Touren gestartet habe - nach der obligaten Installation von Stereo und CB-Funk.
Die Kiste hatte den 1100er Motor mit 50 PS, wegen einer anderen Auspuffanlage und hatte die Sportschaltung mit dem kurzen Hebel. Der Motor lief soweit ganz gut, verbrauchte aber Öl wie ein Kampfpanzer: 1/2 Liter auf 200 km waren keine Seltenheit. Irgendwann hat es mich dann erwischt. Zwischen Oldenburg und Vechta mußte ich den Wagen mit kapitalem Motorschaden abstellen. Wir haben dann den alten Motor vom Vorgänger installiert. Damit lief dieser Kadett bis zum Ende.

Kadett #3

So sieht das Coupé von hinten aus

Dieses Ende kam - wieder mal - auf nasser Straße. Hinter einer Kurve hatte sich jemand überlegt zu wenden. Ich mußte ausweichen, kam von der Fahrbahn ab, durchquerte einen Graben auf die harte Tour und nachher war die Kiste total krumm. Totalschaden. Derjenige, der den Unfall verursacht hat, ist natürlich abgehauen, also gab's auch kein Geld von der Versicherung. Pech gehabt.


1981 - 1988
Opel Ascona-A-Voyage 16, 1600 ccm, 68 PS, 145 km/h

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Ascona #1

Opel Ascona-A 16 Voyage (Baujahr '71)
Nach der Restaurierung im SR-Look, feuerrot mit schwarzer Haube


Mein feuerrotes Spielmobil. Dieses Auto habe ich echt geliebt. Es mußte bei mir auch viel aushalten.
Gekauft habe ich den Wagen als Ersatz für den zweiten Kadett und weil ich mehr Platz brauchte. Ich war der fünfte Besitzer. Ausgerüstet war das Auto mit dem kleinen CIH-Motor mit 1600 ccm und 68 PS. Zu dieser Zeit hatten mein Kumpel Roland und ich schon angefangen, uns auf dem Gebiet der Opel-GT-Restauration umzutun und mein Wagen war (wegen des Opel-Baukastensystems) hervorragend dazu geeignet, als rollendes Versuchslabor für die GT-Motoren zu dienen.

Ascona #2

Hier die Rückansicht
Dieses Modell gab es für die USA auch mit Holzdekor an den Seiten und mit Automatik

Ich weiß nicht, wie oft wir Motor und Getriebe ausgebaut haben, um Teile unserer GT's zu testen, aber wir waren so gut, daß Ein- und Ausbau des Originalmotors mitsamt Getriebe nicht mehr länger wie eine Stunde gedauert hat - wohlgemerkt: betriebsbereit ! Den Originalmotor habe ich im Laufe der Zeit mit diversen Teilen 'frisiert' - nach Tacho lief die Schüssel über 200 km/h.
Zwischendurch habe ich den Wagen mal grundlegend restauriert. Das hat über ein halbes Jahr gedauert, weil ich damals in der Umschulung war und währenddessen habe ich mir einen anderen Ascona zugelegt, der eigentlich als Teileträger fungieren sollte - nachher aber zum verschrotten viel zu schade war.
Nach der Restauration hatte ich Sportfelgen, Sportsitze, Sportlenkrad vom Manta-A-SR, Spoiler, Streifen und eine mattschwarze Motorhaube. Sah echt super aus.
Dann habe ich den Job in Hamburg bekommen und nach einem halben Jahr war der Motor wieder mal hin und ich hatte keine richtige Zeit mehr, den Wagen zu überholen. Also habe ich ihn in die Garage gestellt, wo er bis zum Sommer '95 blieb. Dann habe ich ihn doch an einen Fan verkauft.


1986 - 1987
Opel Ascona-A 16 Limousine, 1600 ccm, 68 PS, 148 km/h

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Ascona #3 Ascona #4

Opel Ascona-A 16 Limousine (Baujahr '74)
Ebenfalls nach der Restaurierung. Oben signalgrün, unten dunkelgrün


Der Aushilfs-Ascona. Sollte eigentlich verschrottet werden, aber nach einer Kur mit dem Schweißgerät und der Lackierpistole sah er so gut aus und war technisch so fit, daß ich ihn problemlos weiter verkaufen konnte. Lief wie eine Eins, nur das signalgrün der frühen Siebziger war optisch eine Zumutung. Daher haben wir ihn unterhalb der Mitte in dunkelgrün lackiert. Das sah viel besser aus. Die Trennlinie haben wir silber abgesetzt.


1988 - 1990
Opel Senator A1 2.5E Limousine, 2500 ccm, 136 PS, 180 km/h

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Senator #1

Opel Senator-A1 2.5E (Zwischenmodell Baujahr '82)
Der Dauerläufer


Nachdem der Ascona Kombi mit Motorschaden in der Garage abgestellt wurde, mußte ein neues Auto her. Da ich inzwischen bei einer wöchentlichen Fahrleistung von 1000 Kilometern angekommen war, mußte was Langstrecken-taugliches angeschafft werden.
Dieser Opel Senator stand bei einem Opel Händler in der hintersten Ecke: 5.950 DM teuer, 180.000 Kilometer gelaufen, neue Reifen, erste Hand. 2.5 Liter Sechszylinder, 136 PS, Automatik und eine - sagen wir mal - Economy-Class Ausstattung. Ohne elektrischen Schnickschnack, ohne Klima und ohne Zentralverriegelung. Dafür war die Nockenwelle kaputt.
Das habe ich allerdings erst nach zwei Monaten gemerkt. Es kam eine vom 2.8 Liter Vergasermodell rein. Das Ding hatte danach einen unglaublichen Anzug und lief relativ sparsam.

Senator #2

Heckansicht - noch ohne den weißen CN-Aufkleber in der Heckscheibe

Binnen zweier Jahre hatte ich den Tachostand auf 312.000 hochgeschraubt und von diversen kleineren Störungen (gebrochene Kipphebel, Bremsscheiben abgelaufen, Automatik ersetzt) die sich billig und schnell beheben ließen, war das Ding absolut zuverlässig und eine tolle, bequeme Reiselimousine. Allerdings: der Rost hatte sich in den Türen festgesetzt, der nächste TÜV-Termin nahte, die Wasserpumpe und der Kühler waren schon länger undicht und ich hatte einfach zu wenig Zeit, um selber daran zu schrauben.
So mußte ich mich wieder nach einem neuen Auto umsehen. Den Senator habe ich an den Typen verkauft, der mir bei 280.000 eine andere Automatik unter den Wagen gebaut hatte. Vor einem Jahr etwa habe ich den Wagen mit einem HRO-Kennzeichen nochmal durch Hamburg fahren sehen - der große CompuNet°-Aufkleber in der Heckscheibe hat mir verraten, daß es tatsächlich mein Senator war ... !


1990 - 1997
Chrysler Saratoga 3.0 LE, 2972 ccm, 141 PS, 182 km/h

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Roter Saratoga #1

Chrysler Saratoga 3.0 LE (Baujahr '89)
Der einzige Ami in der Nachbarschaft:
weinrot-metallic, mit hellgrauem Interieur.


Eigentlich hätte es wieder ein Opel sein sollen. Aber irgendwie bin ich über den Chrysler gestolpert. In unserer Stadt gab es einen Händler, den ich flüchtig kannte und bei dem die damalige Freundin meines alten Kumpel Roland einen ES gekauft hatte, der mir auch irgendwie gefiel. Nun gibt es den GTS oder den ES in Europa nur mit 4 Zylindern und wenn man die Automatik möchte, muß man den astmathischen 2.5-Liter / 98-PS-Motor nehmen. Das wollte ich nicht.

Da hat mir der Händler seinen Vorführwagen angeboten: 3 Liter, V6, Automatik, 6.500 Km runter, viele Extras, viel elektrischer Spielkram. Zu einem Preis, wo ich einfach nicht Nein sagen konnte.
Zuerst war ich skeptisch: ein amerikanischer Wagen im deutschen Straßenstreß ? Ob der das wohl durchhält ? Meine Nachbarn hatten wohl ähnliche Gedanken. Mit Ausnahmen - die ich in einem anderen Kapitel schildern werde - hat er es ausgehalten.
Da wir im Februar '97 erneut die TÜV-Hürde genommen haben, wird unser gemeinsamer Weg schätzungsweise noch ein wenig länger werden ... !

Allerdings: erstmal nicht mehr sehr lang. Nachdem ich mit etwas Glück die 300.000er Marke überquert hatte, ist mir am Donnerstag vor Ostern '97 ein Führerschein-Neuling mit einem geliehenen Mitsubishi-Geländewagen beim Zurücksetzen in den Chrysler gefahren.
Resultat: wirtschaftlicher Totalschaden.
Ich war mir noch nicht ganz klar darüber, ob ich den Wagen weggebe oder ihn repariere - restauriere - müßte man wohl besser sagen. Der Chrysler stand jedenfalls erstmal abgemeldet auf dem Hof ... und ich mußte mir auf die Schnelle ein weiteres Übergangsauto beschaffen:


1997 - 1997
Opel Kadett E, 1772 ccm, 84 PS, 178 km/h

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Kadett #3

Opel Kadett E 1.8 (Baujahr '87)
... und wieder mal ein Übergangsauto. Wieder ein Opel

Einer meiner Arbeitskollegen hatte sich ein neues Auto gekauft und wollte diesen Kadett loswerden: Baujahr '87, 140.000 km gelaufen, 1.8 Liter, 84 PS, 5 Türen, 5-Gang Schaltgetriebe, Anhängerkupplung und noch 15 Monate TÜV.
Kosten sollte er 750 Mark. "Kann man nichts bei verkehrt machen" habe ich mir gedacht und zugeschlagen. Ein paar Mängel hat er natürlich und am Anfang habe ich mit der Schaltung etwas Probleme gehabt. Aber jetzt geht es schon besser und die meisten Fehler habe ich ihm ausgetrieben.
Einziger echter Mangel: der Wagen entspricht der Euro-Abgasnorm und hat keinen Katalysator ! Dafür läuft er trotzdem mit bleifreiem Benzin.

Obwohl ich Opel eigentlich mag, war von Anfang an fraglich, wie lange wir zusammen beleiben würden.
Wie sich bald zeigen sollte: Nicht sehr lange - denn:


1997 - 1999
Chrysler Saratoga 3.0 LE, 2972 ccm, 141 PS, 196 km/h

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Silberner Saratoga

Nun: es gibt Angebote, die man schlecht ablehnen kann. Wenn einem jemand einen gut gepflegten, gut laufenden Saratoga zu einem fairen Preis anbietet und der Kadett wirklich nicht das ist, was man sich unter einem Auto vorstellt - dann sollte man zugreifen.

Der Neue ist silber, Baujahr 1991 und hatte erst 108.000 km gelaufen. Vergleichsweise wenig. Zudem war der Preis äußerst günstig.

Dieser 1991er Chrysler Saratoga hat nun endlich die Klima-Anlage (die ich bisher nicht vermißt hatte) und ABS. Letzteres stellte sich am Anfang etwas zickig an, bis als Fehler-Ursache ein gebrochenes und vom Gelenk abgerutschtes Sensorrad am linken Vorderrad ausgemacht wurde. Da es das nur komplett mit dem gesamten Achsgelenk gibt - und es fast 1.000 DM kosten sollte - habe ich das eingerissene Sensorrad kurzerhand mit 2-Komponentenkleber "fixiert" (sprich: eingekleistert). Das hält bis jetzt.
Bisher festgestellte Mängel, abgesehen vom ABS-Sensor lediglich eine in merkwürdiger Position einrastende Lenkradsperre, eine bei extremer Kälte quietschende Lenksäulen-Verkleidung, eine infunktionelle Außenspiegel-Heizung rechts (Kabelbruch vermutlich - die Sicherung war auch durchgebrannt) und - natürlich: feuchte Hauptscheinwerfer. Aber das Problem kannte ich ja nun schon - und habe es gleich als erstes behoben.

Der "Neue" hat eine andere Getriebe-Übersetzung und ist wesentlich schneller, dafür ist er in der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h etwas langsamer. Mehr darüber auf einer anderen Seite.

Abgesehen von kleinen Problemen bin ich mit dem silbernen immer gut gefahren.
Bis zu jenem schicksalhaften Dienstag im September 1999. Auf dem Weg nach Hamburg hat sich irgendwas im Getriebe laut krachend verabschiedet und ich bin mit dem Wagen so gerade noch im Schritt-Tempo bis zur nächsten Raststätte gekommen. Nachdem wir den Wagen zur Werkstatt transportiert hatten, stellte sich heraus, daß ich -wieder mal- ein neues Getriebe brauchen würde. Hinsichtlich des nächsten TÜV-Termins wäre dann noch (auch: wieder !) ein neuer Katalysator fällig gewesen, sowie neue Vorderradlager. Und eine neue rechte Antriebswelle. Alles in allem wollte die Werkstatt für alles 10.000 Mark haben - mehr als ich damals für den Wagen bezahlt habe.
Bei aller Liebe: da habe ich dann gestreikt. 185.000 km hatte der silberne bei mir gelaufen, als sich unsere Wege trennten. Ich wußte nicht, was ich mir als nächstes kaufen würde ... Zeit, mal die Händler abzuklappern. Mein Chrysler-Händler hatte nichts in der Preisklasse, die ich mir vorgestellt hatte, also guckte ich auch bei anderen Händlern herum. Das meiste war indiskutabel: falsche Preisklasse, zu alt, zu vergammelt oder irgendwas japanisches oder französisches.

Dann kam mein alter Bastelkumpel Roland auf die Idee, es mal bei einem Mercedes Händler zu versuchen ....


1999 - ?
BMW 525i / 24V Automatik, 2494 ccm, 192 PS, 215 km/h

weisser BMW 525i

Da stand seit Februar '99 ein 1991er BMW 525i / 24 Ventiler mit der "großen" 5-Gang Automatik, den keiner wollte. 89.000 Kilometer gelaufen, 1. Hand, mit einem Satz Winterreifen im Kofferraum.

Das Problem: keine Klima-Anlage, stattdessen das idiotische Stahlkurbeldach, nur vorne elektrische Fensterheber und - in weiß.

weisser BMW 525i

Originalton Händler: "In rot, in schwarz, in dunkelblau und sogar in grün hätte ich ihn schon zehnmal verkaufen können. Die Leute kommen, gucken, finden das Ding ganz toll und sagen, sie melden sich wieder. Und das war's dann .... "
Der Preis war äußerst interessant: nach einigem Rechnen wollte er 13.000 Mark dafür. In Zahlung genommen hatte er ihn für wesentlich mehr .... und nach Liste war der Wagen auch noch deutlich mehr wert. Aber er wollte ihn einfach los sein.
Also habe ich den weißen BMW genommen.

Probleme bisher damit: total verstellte Vorderachse (der Vorbesitzer war wohl ambitionierter "Bordsteinkanten-Fahrer") ein loses Lenkgetriebe und daher praktisch kein Geradeauslauf mit über zwei Zentimeter Spiel im Lenkrad. Das Auto war anscheinend vorher noch nie auf der Autobahn gewesen - und wenn Ja, dann nicht sehr lange. Dann ist mir zwischendurch die Wasserpumpe kaputtgegangen. Meinte der Mann in der BMW-Werkstatt: "Passiert schon mal., wenn die so lange stehen.". Na gut.
Den Winter habe ich trotz Heckantrieb und Automatik mit 192 PS Dank der mitgelieferten Winterreifen einigermaßen überstanden. Dafür laufen die neuen Sommerreifen auf den Stahlfelgen mit Radkappen hundmiserabel. Ich werde wohl demnächst auf Alu-Felgen umsteigen. Der Geradeauslauf ist immer noch nicht so weltbewegend. Irgendwie liegt das Auto bei höheren Geschwindigkeiten ziemlich unruhig. Jedenfalls deutlich schlechter, als der Chrysler (von dem man das erwartet hätte) und um ganze Zehnerpotenzen schlechter, wie der Opel Senator, der ein Musterbeispiel an Richtungsstabilität war. Schätze, da muß eine Fachwerkstatt noch mal dran.

Ansonsten läuft das Ding ganz ordentlich. Die 5-Gang Automatik hat einen Schalter, der das Getriebe zwischen Economy, Sport- und Winterprogramm umschaltet. Das ist nett und hilft eine Menge, wenn es rutschig ist. Am meisten vermisse ich die Mittelarmlehne vorne ... und diverse Instrumente - und das Clarion Radio aus dem Chrysler. Das antike BMW Bavaria taugt nicht in die Grütze. Dafür hat der BMW eine Schaltung, die die Heckscheibenheizung als Antenne verwendet. Praktisch in der Waschanlage.
Geschindigkeitsmäßig ist der BMW trotz mehr PS mit dem silbernen Chrysler gleichauf. Komisch eigentlich. Ab 200 nervt der BMW auch durch undefinierbare Schnarrgeräusche. Scheinen aus der Lüftung zu kommen ... jedenfalls gehen sie weg, wenn man die Lüftung zumacht.

Ist noch einiges dran zu tun an dem Ding ....

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Intermezzo 1986 - Der AMC Gremlin
3800 ccm, 89 PS, 130 km/h

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Gremlin #1
Nein verdammt ! Kein Honda Civic - ein GREMLIN !

Zwischendurch wollte ich mir schon mal einen amerikanischen Wagen zulegen. Einen 1977er AMC Gremlin.
Leider ist es bei den Bemühungen geblieben, denn a) gab es dafür in Deutschland so gut wie überhaupt keine Ersatzteile, b) hatte ich sehr wenig Zeit, den Wagen komplett zu restaurieren und c) wäre das Vergnügen von eher fragwürdiger Natur gewesen.

Zur Sache: eine Freundin hatte bei einem Händler in Bochum für 1000 DM "ein ganz ulkiges Auto gekauft" - potthäßlich und leider unvollständig. Ehemaliges Fahrzeug der Botschaft der USA, schwarz, 3.8 Liter Reihen-Sechszylinder, Automatik, magere 89 PS, Sitzbank vorne und hinten, billigste Ausstattung, Kühlergitter zerbrochen, Haubenhalter eingerostet, die Elektronixbox der Zündung und der Tank fehlten. Nach halbherzigen Bemühungen ihrerseits hat sie mich gefragt, ob ich weitermachen wollte. Ich wollte, so kam der Gremlin in unsere Bastelscheune.

Gremlin #2
Das ist das 'kleine schwarze Monster'
Rechts am Kühler ein Reservekanister als Behelfstank

Es ist mir auf Umwegen gelungen, eine Zündbox aufzutreiben und den Motor zum Leben zu erwecken. Mit einem behelfsmäßig angebrachten Tank konnte man damit sogar fahren - allerdings nur mit einem roten Kennzeichen und nicht sehr weit. Der Motor des Gremlin stammt aus dem alten CJ-5 Jeep und ist ein mörderisches Stück Eisen. Der ganze Wagen wiegt über 1.300 Kilogramm.
Der Gremlin war ein Auto mit allen Schikanen. Erste: wenn man aufs Gas tritt, ist der Anzug gewaltig - solange man in der ersten Fahrstufe bleibt. Wenn die Automatik raufschaltet ist Schluß mit Vergnügen.
Will man das Ding wieder zu stehen bringen, lernt man die zweite Schikane kennen: Scheibenbremsen vorne, 1300 Kilo und kein Bremskraft-Verstärker. Mit einem Bein wird man da gar nichts. Beide Beine und dann feste drauflatschen. Dann geht's. Anscheinend kannten die Konstrukteure den alten Henry-Ford Ausspruch zum Model-T: "Brake Now, Stop Later !"
Dritte Schikane: man steht und will einparken. Hähähä. Warum ist das Lenkrad wohl so groß ? Weil die Kiste 195er Reifen aber keine Servolenkung hat. Feste reißen, das gibt Arme wie bei Arnold Schwarzenegger.

Gremlin #3
Nur echt mit dem Kunstledersofa - und dem Riesenlenkrad.
Lenkradschaltung und Einfachst-Ausstattung - nicht mal 'ne Uhr gab's

Wir haben eine Zeitlang versucht, der Mühle Manieren beizubringen, einen passenden Tank zu organisieren, einen Bremskraft-Verstärker (vom Ford Granada) einzubauen und - und - und ... !
Fast wäre es noch ein richtig gutes Auto geworden, doch dann mußten wir unsere Bastelscheune aufgeben und zuhause hatte ich einfach nicht genug Platz, also habe ich den Gremlin an jemand anderen weitergegeben. Ob der was draus gemacht hat, weiß ich nicht, Kumpel und Auto sind irgendwie verschollen. Irgendwie schade drum.


Wie ? Noch mehr ?

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Nein, das ist das vorläufige Ende. Vielleicht bringe ich noch ein paar hübsche Bilder aus der Scheunenzeit oder von dem Opa, der in seinem Obstgarten alle seine alten Autos aufbewahrt hat ... aber dafür brauche ich etwas Zeit.

Bis dahin müßt ihr noch etwas Geduld haben.



Anregungen, Tips, Verbesserungen, Fragen ... in solchen Fällen könnt ihr mir eine Notiz hinterlassen.



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